Endlich mitsingen können…

Der Liederabend zum Mitsingen war eine Gelegenheit, etwas über Jiddische Kultur aus Litauen zu erfahren. Vielleicht hat es manche überrascht, dass neben dem gut bekannten „Schalom Alechem“ auch ein Spiritual wie „When Israel was in Egypt’s Land“ hörbar wurde. Jede Kultur und Religion hat ihren eigenen Zugang zur Geschichte der Rettung. „Gott kann Israel nicht alleine retten. Er braucht Mose dazu“, sagt Yoed Sorek.  Dann singen wir und denken an alle, die in unserer Gesellschaft unter Sklaverei leiden.

Auch Lieder, die üblicherweise am Schabbat gesungen werden, lernen wir. Es geht um Engel, die die Menschen begleiten. Manche sind gut, andere eher „furchtbar“.  Beim nächsten Besuch in der Synagoge, bei dem wir als Christen immer Gäste und Zuschauer bleiben, werden wir etwas besser verstehen und mitsingen können.

Wo ist unser Igel hin?

Beim Einwintern der Wiese haben wir nach unserem Igel gesucht. Letztes Jahr hatte er sich im Parkplatz verirrt. Hope, der ESG-Hund, hat ihn gefunden. Sobald das kleine stachelige Tier wieder Wiese unter den Pfoten hatte, ist es weggelaufen gerannt.

Wir haben heute nach ihm gesucht: beim Heuhaufen umsetzen waren wir vorsichtig, dass wir ihn nicht aufspießen. Aber da war er nicht. Beim Salbeipflanzen an der Mauer zum Parkplatz war von ihm auch keine Spur. Auch auf der Wiese und am Beet, das jetzt wieder abgedeckt ist – nichts!

Vielleicht locken ihn im nächsten Frühling die neuen Heideblumen an, die wir heute gesäht haben und die hoffentlich aufgehen. Und falls er sich einmal im Winter verstecken muss, dann steht ihm eine Wand aus Zweigen zur Verfügung.

Er bleibt jedenfalls unvergessen!

Apfelernte

Am Samstag, den 20. Oktober war zum zweiten Mal Apfelernte:

„Auf Bäumen herumkraxeln heißt den Boden zu verlassen auf dem wir uns alltäglich befinden. Das spürt man im Kopf, man denkt anders dort oben und es wird leicht ums Herz. Darüber hinaus erntet man die saftigsten frischten Äpfel, mit denen wir heuer in großer Fülle beschenkt wurden. „

Morgen ist Apfelstrudelkochkurs:

Der König der Mehlspeisen – Apfelstrudelkochkurs

ESG-Cafete, 18 Uhr

Wer sich einmal einen Apfelstrudel selber gemacht hat, wird nie wieder zum Tiefkühlprodukt greifen. Wir benötigen für die Vorbereitung eine gute Stunde Zeit. Wie lange es schließlich dauert, hängt vor allem von der Zahl der Apfelschnipsler ab. Während der Strudel im Backrohr brät, schauen wir den Film „Das Wunder von Mals“ an, der vom Kampf einer Südtiroler Gemeinde gegen den Pestizideinsatz im Apfelanbau erzählt. Etwa ab 20:30 Uhr lassen wir uns den Strudel schmecken, der in dunklem Bier seine ideale Begleitung findet. Anmeldung bis 23.10. erbeten

Georgien, Montag 8.10.18, letzter Aufenthaltstag

Heute steht uns der Tag zur freien Verfügung. Nach unserem gewohnt reichlichen Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Markt. Nachdem wir die ersten Andenken erstanden haben, außerdem Gewürze und getrocknete Kräuter, besucht der weibliche Teil unserer Gruppe – die Männer können sich für Schmuck nicht begeistern – das umfangreiche Angebot im „Golden Markt“ und werden natürlich fündig. Einige von uns präferieren anschließend den Gemüsemarkt und die Fleischhalle andere möchten lieber neue Schuhe ihr eigen nennen, was auch tatsächlich gut gelingt. Reichlich Frischgemüse und viele unterschiedliche Obstsorten auf dem Markt sollen, appetitlich drapiert, zum Kauf anregen. Oftmals unbekannte Sorten lassen wir uns erklären und testen sie. Geduldig versuchen Markfrauen immer wieder Käufer/innen für ihre mühsam geernteten Pepperoni z. B. zu finden. Diverse Artikel, Kräuter, Tees und Gewürze finden unser Interesse und überzeugend erklärt kaufen wir ein. Alles mögliche kann man hier finden: Grundnahrungsmittel, Hülsenfrüchte, Frischfisch, aber auch jede Menge Fleischwaren wie Schweinsköpfe, Innereien oder Suppenhühner und ähnliches füllen die Tische und Theken. Ein wahrer  „Lebensmittelbasar“ wie man sich einen Basar vorstellen möchte.

Zufrieden mit den jeweiligen Errungenschaften machen wir uns auf den Heimweg um uns nach einer kurzen Stärkung erneut ins Großstadtgetümmel zu stürzen, diesmal jedoch mit kulturellem Schwerpunkt.

Doch zuvor nutzen wir die Gelegenheit der Pause und des Beisammenseins uns bei unserer vorzüglichen Reiseführerin Nino mit einem kleinen Geschenk, das wir zuvor im Schmuckmarkt erworben haben, zu bedanken für all die hilfreichen Tipps und Informationen, mit denen sie uns den Aufenthalt in ihrer Heimat so angenehm hat erleben lassen. Herzlichen Dank Nino.

Wir nehmen die Sailbahn von der Talstation Funikular hinauf zur Narikala-Festung mit ihrer unübersehbaren riesigen Statue „Mother Georgia“ und genießen die großartige Aussicht über die Stadt. Wir lassen den Botanischen Garten links liegen und schlendern den steilen Burgweg hinab. 

Während einer kurzen Rast im kleinen Cafe Carpe Diem bewundern wir die Fahrkünste der georgischen Autofahrer. Gekonnt erklimmen sie die steile Straße und schlängeln sich durch die schmalen Gassen, die bei geparkten Fahrzeugen kaum Platz zum Durchkommen lassen.

Während die Hälfte unserer Gruppe die Altstadt direkt ansteuert, macht die andere Gruppe einen Umweg durchs Bäderviertel, das bereits gestern im Dunkeln zu einem erneuten Besuch bei Tageslicht einlud. Malerisch plätschert ein Bächlein vom Fuße des Wasserfalls durch die Schlucht der Feigen, am Orbelani-Bad, „den Schwefelbädern“ vorbei in den Hauptfluss Mtkwari. Die beleuchteten stattlichen Gebäude erstrahlen in der Dämmerung noch imposanter als am Tag. Unsere fast letzten Lari wollen wir im historischen Kellermarkt und den kleinen Straßenläden der Altstadt ausgeben, was uns fast gelingt.

Von unserer Stadtbesichtigungstour doch etwas erschöpft nehmen wir uns heute ein Taxi zurück zur Unterkunft, denn morgen müssen wir sehr früh – besser gesagt nachts um 3:30 Uhr Ortszeit – aufmachen Richtung Flughafen, leider!

Der letzte Tag einer eindrucksvollen Reise neigt sich dem Ende.

Etwas melancholisch tauschen wir noch unsere Eindrücke aus um dann noch ein paar Stunden Schlaf zu erhaschen.

Sonntag, 7. Oktober: Gottesdienst mit Überschlag

Der Sonntag beginnt entspannt mit einem späten Frühstück und machen uns sonntagsfein. Eine kleine Delegation geht in den römisch-katholischen Gottesdienst um 10 Uhr in englischer Sprache (eine von vier Sprachen, in denen dort Gottesdienste gefeiert werden; englisch, georgisch, polnisch und lateinisch). Da die Liturgie wie zu hause ist, ist es einfach, dem Gottesdienst zu folgen.

Die anderen laufen dann vorbei an interessanten Marktständen zur Peace Cathedral. Dort treffen wir uns und beginnen ein echtes Gottesdienstabenteuer.

In der Peace-Cathedral werden wir herzlich von der baptistisch-georgischen Gemeinde empfangen. Nino ist hier zu hause. Tabea wird von den drei Bischöfen als Liturgin mit eingeschlossen und bekommt eine blaue Robe mit Stola. Dann beginnt der Gottesdienst.

Manche Rituale und Lieder kennen wir bereits aus den Gottesdiensten in Ojio und Gori. Es ist ein lebendiger Gottesdienst, in dem die Gemeinde durch liturgische Antworten aktiv beteiligt ist. Die Musik ist eine Mischung aus scheinbar orthodoxer Musik und Taize-Liedern. Die Predigt hält Bischöfin Rusudan Gotsiridze. Es geht um die Frage, wer Jesus bzw. Gott für uns ist und wie sich unser Gottesbild verändert.

Die Abendmahlsliturgie hat Bischof Malkhas auf der Grundlage von Johannes Chrysostomus entwickelt. Besonders beeindruckt uns, dass er barfuß celebriert und Weihrauch großzügig zum Einsatz kommt (das Weihrauchfass hat wunderschöne Glocken und die Konsekration endet mit einem Überschlag). Alte Liturgie wird lebendig ausgelebt. In ökumenischer und interreligiöser Offenheit wird jeder willkommen geheißen. Dieser Ort ist ein Ort, der frei ist von Hass. Der Gottesdienst endet mit einem dreifachen Wangenkuss.

In der Peace-Cathedral übergeben wir auch den Ziegelstein, den wir aus St. Anna mitgebracht werden. In der Peace-Cathedral wird als eine Gegenreaktion auf religiösen Hass nicht nur eine Synagoge, sondern auch eine Moschee in den Gottesdienstraum mit eingebaut. Mit unserem ungewöhnlichen Geschenk wollen wir unsere Unterstützung zum Ausdruck bringen, sowohl als Individuen, als auch als Menschen, die aus der Friedensstadt kommen. Übernächstes Jahr, 2020, soll alles fertig sein. Bischof Malkhas zeigt uns auch die Bibliothek. Wir verabschieden uns, nicht ohne Pläne für die Zukunft gemacht zu haben. Es wird ein Wiedersehen geben.

Nach dem Gottesdienst stärken wir uns bei einem späten Mittagessen, das wieder neue kulinarische Horizonte erschließt.

Die verbleibende Zeit bis 18 Uhr nutzen wir zur Stadtbesichtigung und zum Museumsbesuch. Es gibt viel zu sehen über Kolchis, große Mengen an Goldschmuck, archäologische Schätze des Landes, aber auch eine hervorragende Ausstellung über die Unabhängigkeitsbewegung in Georgien und die Besatzungszeit.

Der Tag geht zu Ende. Wir sind müde und erfüllt von den ungewohnten Eindrücken.

Samstag, 6.10. (Wanderung in den Bergen um Gori)

Die Morgentoilette ist die erste logistische Herausforderung für unsere Gruppe; doch bis 7.30 Uhr haben es alle geschafft, und unser Gastgeber steht mit einem opulenten Frühstück vor der Tür. Besonders lecker sind die mit Marmelade gefüllten Gebäckstücke.

Um halb 9 Uhr holt uns ein Kleinbus ab und wir starten zu unserer Wanderung in die Berge in der Gegend von Gori. Wir treffen dazu Bischof Malkhas mit einer interreligiösen Gruppe von jungen Leuten aus seiner Gemeinde nebst einigen Gästen.

Während der Fahrt auf der Autobahn durch das Tal der Kura taucht der eisbedeckte Gipfel des Kasbek auf. Über Feldwege, vorbei an einem malerischen See, schaukeln wir empor zum Ausgangspunkt unserer Wanderung. Es ist eine echte Genusstour: wir laufen auf dem Grat eines langgesteckten Bergrückens, meist leicht bergab, der Ausblick geht rundum in weite Ferne; auf der einen Seite hinunter in das wilde Flusstal der Kura, des längsten Flusses Georgiens, der sich hier sein Bett ungebändigt selber sucht, auf der anderen Seite hinüber zu den schneebedeckten Fünftausendern. Kühe weiden auf dem vertrockneten Steppengras, und bei jedem unserer Schritte schwirren Grillen und Heuschrecken auf, letztere mit wunderschön blau und orange gefärbten Flügeln. Und sogar eine Gottesanbeterin lässt sich von uns fotografieren.

Zur Brotzeit teilen wir uns den mitgebrachten Proviant. Bischof Malkhas spendiert Granatapfelwein.

Der Höhenzug, auf dem wir so friedlich dahinwandern, markierte  im russisch-georgischen Krieg vom August 2008 das weiteste Vordringen der russischen Invasionstruppen. Hier und da sind noch die Trichter von Granateinschlägen zu sehen.

Und ganz am Ende der Wanderung der unerwartete Höhepunkt. Wir betreten eine aus Sandsteinfeld geschlagenen Hohlweg: das Tor der alten Höhlenstadt Uplistsikhe. Überall türmen sich hangabwärts riesige von den Gletschern zu bizarren Formen geschliffene Sandsteinfelsen auf, die zum Herumklettern und Springen verlocken. Weiter zum Fluss hin folgt ein Labyrinth von in den Fels geschlagenen Häusern, Kirchen und Magazinen. Zum Fluss Kura führt ein langes niedriges und steiles Felstunnel hinaus.

Während wir auf unserer Wanderung keinem Menschen begegnet sind, wimmelt es hier von Besuchern. Wir nehmen uns im Kiosk noch Wasser mit und fahren dann in eine Gastwirtschaft, um zusammen mit unseren neuen Freunden den Tag mit einem Gastmahl abzuschließen. Wir immer mundet das Essen vorzüglich. Mit den obligatorischen Trinksprüchen haben wir inzwischen Routine: Gaumarjus!

Tag 4: Freitag, 05.10.2018

Früh am Morgen hieß es heute Abschied nehmen von Ninos Familie und Ozhio. Ausgestattet mit einem leckeren Frühstück, das wir im Auto gegessen haben, ging es auf eine abenteuerliche Fahrt nach Tiflis. Der gleiche Kleinbus, der uns bereits am frühen Mittwochmorgen vom Flughafen abgeholt hat, brachte uns nun wieder dorthin – dieses Mal bei Tageslicht. So konnten wir die wunderschöne georgische Landschaft sehen und die Fahrt über die Berge genießen. Bis auf 1650m ging es. Im Gegensatz zur ersten Fahrt nach unserer Ankunft, wurde heute eine neue Technik ausprobiert, wie das Gepäck transportiert werden kann: auf dem Dach. Diese abenteuerliche Konstruktion, bei der die Koffer allein durch ein paar dünne Seile befestigt waren, erwies sich tatsächlich als stabil und trotzte den unebenen Straßen und den Ausweichmanövern unseres Fahrers. Besonders in Tiflis ist Autofahren eine Kunst und benötigt Mut, Durchsetzungsvermögen und vor allem Gottvertrauen. Überholt wird prinzipiell immer und Lücken werden konsequent genutzt.

Nachdem wir in Tiflis unser Gepäck in die neue, wunderschöne Unterkunft gebracht haben, ging es weiter nach Gori. Dort wurden wir von der örtlichen Baptisten-Gemeinde empfangen und feierten gemeinsam das Abendmahl. Besonders schön war es, als während des Abendmahls ein Taizé-Lied gesungen wurde, wie schon beim Gottesdienst am Mittwoch. Die Brüder von Taizé bezeichnen ihre Musik oft als „Musik der Einheit und des Friedens“. Diese Beschreibung bekommt hier eine ganz reale Bedeutung. Die Musik verbindet nicht nur die verschiedenen Konfessionen, sondern auch Kulturen und vor allem Sprachen. Jeder kann das Lied in einer Sprache singen die er kennt und so am Gottesdienst teilnehmen. Die Gemeinde in Gori kümmert sich um die Armen der Stadt und hat eine Suppenküche. Nach dem Gottesdienst wurde der Raum also umgebaut und es gab eine wärmende und nährende Mahlzeit für die Armen, die bereits am Gottesdienst teilgenommen hatten. Eine solche Armut kennt man aus Deutschland nicht. Menschen, die zwei Mal alles verloren haben und für die die staatliche Hilfe bei Weitem nicht ausreicht. Im Anschluss wurden wir zum Essen bei der Pastorin der Gemeinde eingeladen, gemeinsam mit der Bischöfin, die den Gottesdienst gehalten hat. Hier zeigte sich einmal mehr die georgische Gastfreundschaft. Es war sehr lecker und wir sind sehr dankbar für alle Gaben!

In Gori haben wir engagierte und couragierte Frauen getroffen, die sich für ihre Nächsten und die Armen einsetzten. Die andere Seite dieser Stadt haben wir gesehen, als wir ein Kriegsmuseum besuchten und das Geburtshaus von Stalin sahen. Letzteres wurde nach seinem Tod mit einem großen Pavillon überbaut. Es ist erschreckend zu sehen, wie die Auseinandersetzung mit dem Stalinismus und dem Kommunismus abläuft – auch wenn die Aufrechterhaltung „alter Zeiten“ dem Tourismus dienen mag. Auf der einen Seite wird das Gedenken an Stalin aufrecht erhalten, auf der anderen Seite haben wir die Menschen getroffen, die unter dem Konflikt mit Russland bis heute leiden und oft alles verloren haben.

Auf der Fahrt von Gori nach Tiflis konnten wir einmal mehr die schöne Landschaft genießen. Diese ist gezeichnet von vielen Bergen. An einer Stelle konnte man sogar die weit entfernten, schneebedeckten Berge des Kaukasus sehen. In unserer neuen Unterkunft angekommen haben wir uns für die kommenden Tage eingerichtet und freuen uns auf das, was uns noch erwartet.

Ojio

4. Oktober

Heute ist schon Donnerstag. Oh Mann … wie schnell die Zeit läuft.

Den Tag haben wir mit einem ungewöhnlichen Frühstück begonnen: Warmer Buchweizen mit kalter Gemüsesoße und als Nachtisch Wassermelone. Diese war so saftig und süß! Richtig lecker.

Schon bald darauf sind wir zu einem Spaziergang in der Umgebung aufgebrochen. Wir haben die Weinberge angeschaut und haben etwas über die Arbeit und den Verdienst erfahren.

Als nächstes wurden wir von unserem Fahrer abgeholt und fuhren nach Gremi. Der Ausblick von der Festung/Kirche war wunderschön. Wir sind in das dortige Museum gegangen und bis in den Turm hoch. Auf dem Weg nach oben konnten wir das aus dem 16. Jahrhundert stammende Klo betrachten – sehr zugig wegen der zwei Fenster.

Die Geschichte der Königin, die als Märtyrerin starb und wegen ihres Glaubens an Jesus Christus starb, ist beeindruckend und zugleich erschreckend traurig.

Weiter ging es in die Stadt Telawi. Zunächst entspannten wir uns bei Kaffee und selbst hergestelltem Traubensaft, Bier und Chatchapouri, um daraufhin die Stadt etwas genauer zu besichtigen.

Wir haben das Schloss von Erekli II von außen betrachtet, wobei die Außenmauern gigantischer und eindrucksvoller wirkten, als das Schloss selbst.

Am Abend konnten wir bei Ninos Nachbarn erleben, wie man Brot selber backt und zwar auf eine ganz besondere Art und Weise. Ein Behälter in Form eines „Brunnens“ wurde von innen erhitzt. Es wurde ein Feuer in ihm entzündet. Als nur noch die Glut auf dem Boden übrig war, wurde der Teig an die Innenwände „geklatscht“, bis er durch die Hitze fertig gebacken war. Danach wurden die Brote von der Wand gelöst und waren fertig zum Verzehr.

Auf dem Hof waren lauter Hasen und Hühner, die frei herumliefen, auch kleine Babyhäschen, die man auf dem Arm streicheln konnte.

Nach diesem Erlebnis haben wir mit der Familie lecker zu Abend gegessen. Der Tisch war wieder reichlich gedeckt.

Motivation, Neugier und Tatendrang für eine wohltätige Arbeit – und viele Emotionen!

Mein Studium der Friedens- und Konfliktforschung mit Schwerpunkt Umweltkonflikte an der Universität Augsburg hat mich inhaltlich gut auf die Themen des Projektes in der Organisation REZA vorbereitet. Es war als Konfliktforscherin ausdrücklich mein Wunsch neben dem theoretischen Input auch praktische Erfahrung zu sammeln und das Naturverständnis verschiedener Gesellschaften sowie den Umgang mit Erneuerbaren Energien zu erforschen, um letztendlich auf Basis eines vielfältigen und erfahrungsreichen Verständnis für zukünftige Konflikte in der Welt bessere Arbeit leisten zu können. Die enorme Motivation und der Tatendrang verschleiern aber nur partiell die Aufregung und den emotionalen Abschied mit Freunden und der Familie. Die Quelle meiner Inspiration für die Reise lautet: Verändere dich selbst und du kannst die Welt verändern! Mit der Weiterentwicklung meiner Selbst ermögliche ich neue Einsichten, die meiner späteren Arbeit mit globalen Umweltkonflikten zugutekommen werden! Handelt mit mir und seid Teil meines Unterstützerkreises!

Ende der Spendenaktion ist der 15. Juli 2018!

Sonnige Grüße Jenny Huch

Kultur- und Sprachkurse für eine gelingende integrative Zusammenarbeit auf Sansibar!

Die Deutsch- Tansanische Partnerschaft ist bemüht für die laufenden Projekte eine bestmögliche Vorbereitung zu organisieren. Alle Teilnehmenden müssen sich zum einen durch das Spendensammeln intensiv mit dem Projekt auseinandersetzen und zum anderen ist es Pflicht vorab an einem zwei wöchigen interkulturellen Seminar und einem Sprachkurs teilzunehmen.

Das interkulturelle Seminar dient der Vorbereitung auf kulturelle Eigenheiten in Tansania. Dabei werden Themen wie Kleidung, Bräuche und Traditionen, Umgangsformen, Religion oder auch Geschichte behandelt. Ebenso werden die einheimischen Gastfamilien, bei denen wir wohnen auch über die deutsche Kultur aufgeklärt, damit ein angenehmes Klima entstehen kann aber auch Neugier geschaffen wird. Der Sprachkurs ist essenziell für die Projektarbeit, da die Landessprache Swahili ist und ausschließlich in der Landessprache gesprochen werden soll, um auch hier eine interkulturelle Nähe zu schaffen und ein tieferes Eintauchen in die Lebens- und Arbeitskultur möglich ist. Diese finden von Juli bis Anfang August statt!

Sonnige Grüße Jenny Huch