Samstag, 6.10. (Wanderung in den Bergen um Gori)

Die Morgentoilette ist die erste logistische Herausforderung für unsere Gruppe; doch bis 7.30 Uhr haben es alle geschafft, und unser Gastgeber steht mit einem opulenten Frühstück vor der Tür. Besonders lecker sind die mit Marmelade gefüllten Gebäckstücke.

Um halb 9 Uhr holt uns ein Kleinbus ab und wir starten zu unserer Wanderung in die Berge in der Gegend von Gori. Wir treffen dazu Bischof Malkhas mit einer interreligiösen Gruppe von jungen Leuten aus seiner Gemeinde nebst einigen Gästen.

Während der Fahrt auf der Autobahn durch das Tal der Kura taucht der eisbedeckte Gipfel des Kasbek auf. Über Feldwege, vorbei an einem malerischen See, schaukeln wir empor zum Ausgangspunkt unserer Wanderung. Es ist eine echte Genusstour: wir laufen auf dem Grat eines langgesteckten Bergrückens, meist leicht bergab, der Ausblick geht rundum in weite Ferne; auf der einen Seite hinunter in das wilde Flusstal der Kura, des längsten Flusses Georgiens, der sich hier sein Bett ungebändigt selber sucht, auf der anderen Seite hinüber zu den schneebedeckten Fünftausendern. Kühe weiden auf dem vertrockneten Steppengras, und bei jedem unserer Schritte schwirren Grillen und Heuschrecken auf, letztere mit wunderschön blau und orange gefärbten Flügeln. Und sogar eine Gottesanbeterin lässt sich von uns fotografieren.

Zur Brotzeit teilen wir uns den mitgebrachten Proviant. Bischof Malkhas spendiert Granatapfelwein.

Der Höhenzug, auf dem wir so friedlich dahinwandern, markierte  im russisch-georgischen Krieg vom August 2008 das weiteste Vordringen der russischen Invasionstruppen. Hier und da sind noch die Trichter von Granateinschlägen zu sehen.

Und ganz am Ende der Wanderung der unerwartete Höhepunkt. Wir betreten eine aus Sandsteinfeld geschlagenen Hohlweg: das Tor der alten Höhlenstadt Uplistsikhe. Überall türmen sich hangabwärts riesige von den Gletschern zu bizarren Formen geschliffene Sandsteinfelsen auf, die zum Herumklettern und Springen verlocken. Weiter zum Fluss hin folgt ein Labyrinth von in den Fels geschlagenen Häusern, Kirchen und Magazinen. Zum Fluss Kura führt ein langes niedriges und steiles Felstunnel hinaus.

Während wir auf unserer Wanderung keinem Menschen begegnet sind, wimmelt es hier von Besuchern. Wir nehmen uns im Kiosk noch Wasser mit und fahren dann in eine Gastwirtschaft, um zusammen mit unseren neuen Freunden den Tag mit einem Gastmahl abzuschließen. Wir immer mundet das Essen vorzüglich. Mit den obligatorischen Trinksprüchen haben wir inzwischen Routine: Gaumarjus!

Tag 4: Freitag, 05.10.2018

Früh am Morgen hieß es heute Abschied nehmen von Ninos Familie und Ozhio. Ausgestattet mit einem leckeren Frühstück, das wir im Auto gegessen haben, ging es auf eine abenteuerliche Fahrt nach Tiflis. Der gleiche Kleinbus, der uns bereits am frühen Mittwochmorgen vom Flughafen abgeholt hat, brachte uns nun wieder dorthin – dieses Mal bei Tageslicht. So konnten wir die wunderschöne georgische Landschaft sehen und die Fahrt über die Berge genießen. Bis auf 1650m ging es. Im Gegensatz zur ersten Fahrt nach unserer Ankunft, wurde heute eine neue Technik ausprobiert, wie das Gepäck transportiert werden kann: auf dem Dach. Diese abenteuerliche Konstruktion, bei der die Koffer allein durch ein paar dünne Seile befestigt waren, erwies sich tatsächlich als stabil und trotzte den unebenen Straßen und den Ausweichmanövern unseres Fahrers. Besonders in Tiflis ist Autofahren eine Kunst und benötigt Mut, Durchsetzungsvermögen und vor allem Gottvertrauen. Überholt wird prinzipiell immer und Lücken werden konsequent genutzt.

Nachdem wir in Tiflis unser Gepäck in die neue, wunderschöne Unterkunft gebracht haben, ging es weiter nach Gori. Dort wurden wir von der örtlichen Baptisten-Gemeinde empfangen und feierten gemeinsam das Abendmahl. Besonders schön war es, als während des Abendmahls ein Taizé-Lied gesungen wurde, wie schon beim Gottesdienst am Mittwoch. Die Brüder von Taizé bezeichnen ihre Musik oft als „Musik der Einheit und des Friedens“. Diese Beschreibung bekommt hier eine ganz reale Bedeutung. Die Musik verbindet nicht nur die verschiedenen Konfessionen, sondern auch Kulturen und vor allem Sprachen. Jeder kann das Lied in einer Sprache singen die er kennt und so am Gottesdienst teilnehmen. Die Gemeinde in Gori kümmert sich um die Armen der Stadt und hat eine Suppenküche. Nach dem Gottesdienst wurde der Raum also umgebaut und es gab eine wärmende und nährende Mahlzeit für die Armen, die bereits am Gottesdienst teilgenommen hatten. Eine solche Armut kennt man aus Deutschland nicht. Menschen, die zwei Mal alles verloren haben und für die die staatliche Hilfe bei Weitem nicht ausreicht. Im Anschluss wurden wir zum Essen bei der Pastorin der Gemeinde eingeladen, gemeinsam mit der Bischöfin, die den Gottesdienst gehalten hat. Hier zeigte sich einmal mehr die georgische Gastfreundschaft. Es war sehr lecker und wir sind sehr dankbar für alle Gaben!

In Gori haben wir engagierte und couragierte Frauen getroffen, die sich für ihre Nächsten und die Armen einsetzten. Die andere Seite dieser Stadt haben wir gesehen, als wir ein Kriegsmuseum besuchten und das Geburtshaus von Stalin sahen. Letzteres wurde nach seinem Tod mit einem großen Pavillon überbaut. Es ist erschreckend zu sehen, wie die Auseinandersetzung mit dem Stalinismus und dem Kommunismus abläuft – auch wenn die Aufrechterhaltung „alter Zeiten“ dem Tourismus dienen mag. Auf der einen Seite wird das Gedenken an Stalin aufrecht erhalten, auf der anderen Seite haben wir die Menschen getroffen, die unter dem Konflikt mit Russland bis heute leiden und oft alles verloren haben.

Auf der Fahrt von Gori nach Tiflis konnten wir einmal mehr die schöne Landschaft genießen. Diese ist gezeichnet von vielen Bergen. An einer Stelle konnte man sogar die weit entfernten, schneebedeckten Berge des Kaukasus sehen. In unserer neuen Unterkunft angekommen haben wir uns für die kommenden Tage eingerichtet und freuen uns auf das, was uns noch erwartet.

Ojio

4. Oktober

Heute ist schon Donnerstag. Oh Mann … wie schnell die Zeit läuft.

Den Tag haben wir mit einem ungewöhnlichen Frühstück begonnen: Warmer Buchweizen mit kalter Gemüsesoße und als Nachtisch Wassermelone. Diese war so saftig und süß! Richtig lecker.

Schon bald darauf sind wir zu einem Spaziergang in der Umgebung aufgebrochen. Wir haben die Weinberge angeschaut und haben etwas über die Arbeit und den Verdienst erfahren.

Als nächstes wurden wir von unserem Fahrer abgeholt und fuhren nach Gremi. Der Ausblick von der Festung/Kirche war wunderschön. Wir sind in das dortige Museum gegangen und bis in den Turm hoch. Auf dem Weg nach oben konnten wir das aus dem 16. Jahrhundert stammende Klo betrachten – sehr zugig wegen der zwei Fenster.

Die Geschichte der Königin, die als Märtyrerin starb und wegen ihres Glaubens an Jesus Christus starb, ist beeindruckend und zugleich erschreckend traurig.

Weiter ging es in die Stadt Telawi. Zunächst entspannten wir uns bei Kaffee und selbst hergestelltem Traubensaft, Bier und Chatchapouri, um daraufhin die Stadt etwas genauer zu besichtigen.

Wir haben das Schloss von Erekli II von außen betrachtet, wobei die Außenmauern gigantischer und eindrucksvoller wirkten, als das Schloss selbst.

Am Abend konnten wir bei Ninos Nachbarn erleben, wie man Brot selber backt und zwar auf eine ganz besondere Art und Weise. Ein Behälter in Form eines „Brunnens“ wurde von innen erhitzt. Es wurde ein Feuer in ihm entzündet. Als nur noch die Glut auf dem Boden übrig war, wurde der Teig an die Innenwände „geklatscht“, bis er durch die Hitze fertig gebacken war. Danach wurden die Brote von der Wand gelöst und waren fertig zum Verzehr.

Auf dem Hof waren lauter Hasen und Hühner, die frei herumliefen, auch kleine Babyhäschen, die man auf dem Arm streicheln konnte.

Nach diesem Erlebnis haben wir mit der Familie lecker zu Abend gegessen. Der Tisch war wieder reichlich gedeckt.

Motivation, Neugier und Tatendrang für eine wohltätige Arbeit – und viele Emotionen!

Mein Studium der Friedens- und Konfliktforschung mit Schwerpunkt Umweltkonflikte an der Universität Augsburg hat mich inhaltlich gut auf die Themen des Projektes in der Organisation REZA vorbereitet. Es war als Konfliktforscherin ausdrücklich mein Wunsch neben dem theoretischen Input auch praktische Erfahrung zu sammeln und das Naturverständnis verschiedener Gesellschaften sowie den Umgang mit Erneuerbaren Energien zu erforschen, um letztendlich auf Basis eines vielfältigen und erfahrungsreichen Verständnis für zukünftige Konflikte in der Welt bessere Arbeit leisten zu können. Die enorme Motivation und der Tatendrang verschleiern aber nur partiell die Aufregung und den emotionalen Abschied mit Freunden und der Familie. Die Quelle meiner Inspiration für die Reise lautet: Verändere dich selbst und du kannst die Welt verändern! Mit der Weiterentwicklung meiner Selbst ermögliche ich neue Einsichten, die meiner späteren Arbeit mit globalen Umweltkonflikten zugutekommen werden! Handelt mit mir und seid Teil meines Unterstützerkreises!

Ende der Spendenaktion ist der 15. Juli 2018!

Sonnige Grüße Jenny Huch

Kultur- und Sprachkurse für eine gelingende integrative Zusammenarbeit auf Sansibar!

Die Deutsch- Tansanische Partnerschaft ist bemüht für die laufenden Projekte eine bestmögliche Vorbereitung zu organisieren. Alle Teilnehmenden müssen sich zum einen durch das Spendensammeln intensiv mit dem Projekt auseinandersetzen und zum anderen ist es Pflicht vorab an einem zwei wöchigen interkulturellen Seminar und einem Sprachkurs teilzunehmen.

Das interkulturelle Seminar dient der Vorbereitung auf kulturelle Eigenheiten in Tansania. Dabei werden Themen wie Kleidung, Bräuche und Traditionen, Umgangsformen, Religion oder auch Geschichte behandelt. Ebenso werden die einheimischen Gastfamilien, bei denen wir wohnen auch über die deutsche Kultur aufgeklärt, damit ein angenehmes Klima entstehen kann aber auch Neugier geschaffen wird. Der Sprachkurs ist essenziell für die Projektarbeit, da die Landessprache Swahili ist und ausschließlich in der Landessprache gesprochen werden soll, um auch hier eine interkulturelle Nähe zu schaffen und ein tieferes Eintauchen in die Lebens- und Arbeitskultur möglich ist. Diese finden von Juli bis Anfang August statt!

Sonnige Grüße Jenny Huch

Noch etwa zwei Monate bis zur großen Abreise

Die Vorlaufzeit von acht Monaten hat sich nun auf zwei Monate bis zur Abreise nach Tansania mit der Deutsch Tansanischen Partnerschaft reduziert. Welche Vorbereitungen wurden bisher getroffen und was ist bis zur Abreise am 15.08.2018 noch zu tun?

Seit Anfang des Jahres steht die Teilnahme an dem Projekt „Völkerverständigung und Klimaschutz“ in der Organisation REZA (Renewable Energies Zanzibar Association) fest. Neben dem Einreichen zahlreicher Unterlagen, wie den Arbeitsvertrag, das Arbeitsvisums, eines handschriftlichen Lebenslaufs und vielem mehr läuft das Fundraisingprogramm. Alle Freiwilligen, die sich für ein Jahr in einer Umweltschutzorganisation engagieren, müssen den restlichen Beitrag von 2350 Euro– der nicht vom Bundesministerium übernommen wird- durch Spenden aufbringen. Die Spendenaktion dient dem Zweck der Öffentlichkeitsarbeit, wodurch auf solche sozialen Projekte aufmerksam gemacht werden und zur Inspiration des eigenen Engagements beitragen werden soll! Mittlerweile sind durch unterschiedliche Aktionen bereits 1519 Euro zusammen gekommen.

Tragt zu diesem Projekt bei und unterstützt mich in diesem schöpferischen Projekt auf Sansibar!

Hier geht’s zur Sparbüchse

Sonnige Grüße Jenny Huch

Kaffeeworkshop im Weltladen Augsburg (28.04)

Die Evangelische Studierendengemeinde Augsburg (ESG) durfte gestern eine spannende Kaffeeröstvorführung im Weltladen Augsburg erleben. Die Bildungsreferentin der Werkstatt Solidarische Welt, Sylvia Hank, führte in das Thema Kaffee und Fairer Handel ein, erklärte den Weg des Kaffees von der Pflanze über das Pflücken, vom Vorbereiten des Rohkaffees und seiner Ankunft in Deutschland bis zum Röstvorgang, den die Interessierten gleich live erleben durften. Röstmeisterin Angelika Haselböck röstete den milden Peru-Hauskaffee und weihte die Anwesenden in die Geheimnisse guten Kaffees ein.
      

       

      

Das laute Rattern der Röstmaschine, die herumwirbelnden Kaffeebohnen, die immer mehr Farbe annahmen, der langsam intensiver werdende Kaffeeduft und das Probieren der frisch gerösteten Bohnen am Ende ließen uns einen Workshop mit allen Sinnen wahrnehmen – Danke an den Weltladen für diesen spannenden und lehrreichen  Workshop und danke für euren leckeren Kaffee!

Außerdem konnten wir uns gleich über unseren ESG-Kaffee informieren, den wir als Espressobohnen über den Weltladen beziehen:

  • Der Espresso ist eine Mischung: Er besteht zu 70% aus Arabica-Bohnen, die in Äthiopien angebaut wurden, und zu 30% aus Robusta-Bohnen aus Tansania.
  • Den Robusta-Anteil bezieht der Weltladen von der Kagera Cooperative Union im Nordwesten Tansanias, wo hauptsächlich Robusta angebaut wird. Die KCU umfasst über 60.000 Kleinbauern und -bäuerinnen in 126 kleinen Kooperativen.
  • Die Kaffeesträucher sind in den Mischanbau von Bananen, Mais, Süßkartoffeln und Kassava für die Selbstversorgung und den lokalen Markt integriert. Die Bio-Zertifizierung hat geholfen, das Einkommen der Bauern zu steigern; weiter wurde mit der Fairtrade-Prämie in die Infrastruktur investiert.
  • Der Espresso besitzt einen vollen, breiten Körper in dem man Schokoladen- und Nussaromen wieder findet.
  • Die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen der Kleinbauern und -innen hat immer oberste Priorität. Der Kaffeeanbau erfolgt unter Schattenbäumen in Mischkultur. Es muss nicht bewässert werden, die Bodenfruchtbarkeit bleibt erhalten und der Kaffeeanbau trägt zum Erhalt von Biodiversität und Wasserqualität bei! Die Aufbereitung der hochwertigen Arabica-Kaffeekirschen erfolgt zwar nass („washed“), weil nur so die hohe Qualität erreicht wird. Die Abwässer werden aber in biologische Kläranlagen geleitet. Die Kritik an Kaffee wegen eines zu hohen Wasserverbrauchs trifft also auf fair gehandelten und biologisch angebauten Kaffee nicht zu.

Wer von euch Leser*innen kommt also demnächst wieder auf eine Tasse Kaffee in der ESG-Cafete vorbei 😋 ☕️ ? 

Henriette Seydel

 

Christkindlesgeschenk

Der zweite Besuch im diako-die Stadtklinik findet am 16.12. statt. Wir sind eine andere Besuchsgruppe als die Erste, am 2.12.. Auch die meisten der Besucher des Nachmittagscafes sind andere als vor zwei Wochen.

Gemeinsam genießen wir wieder Kaffee, Tee und Punsch mit leckerem Weihnachtsgebäck. Zusatzgast ist heute unser Besuchshund Hope. Er ist auch sonst in der ESG zuhause. Da wir uns außerhalb der Hygieneschleuse befinden, darf er mitkommen.

Auf dem Programm steht die Verschönerung der Zimmer mit Papiersternen. Wir schneiden sie aus buntem Papier aus und unterhalten uns dabei. Wer aufgrund einer Sehbehinderung nicht mitmachen kann wird derweil vom Hund unterhalten, auch wenn Versuche, ihn mit Zuckerstückchen zu füttern, scheitern und er das ungewohnte Bonbon gefügig wieder ausspuckt.

Zum Abschluss lesen wir gemeinsam zwei Geschichten, die uns zum lachen bringen.

Unser Fazit: Wir haben einen gemütlichen Adventsnachmittag in Wohnzimmerstimmung verbracht, ungezwungene Gespräche mit interessanten Menschen genossen. Der schön hergerichtete Raum mit leckeren Plätzchen, Stollen, Mandarinen, Punsch, Tee und Kaffee hat dazu beigetragen.. Uns freut es, dass die bunten Sterne und die Gelegenheit zum Reden echte Freude ausgelöst haben.

Und ganz zum Schluss freuen wir uns mit einem Patienten mit, der diese Woche von seiner Physiotherapeuthin einen echten Funken Hoffnung bekommen hat. Der Nachmittag war ein echtes Christkindlesgeschenk, sagt er.

Adventsliedersingen

Erster Besuch im Diako: Adventsliedersingen am 2.12.2017

Unser Besuchsprojekt im diako – die Stadtklinik beginnt am Wochenende des 1. Advent. An insgesamt vier Terminen im Dezember und Januar gehen wir Samstags auf die Geriatrie und bringen das mit, was an Leben in uns steckt. Vorbereitet haben wir uns mit Pfarrerin Ursula Bühler bei einem Einführungstag. Es ging dabei im einfaches, wie z.B. wo die Bremsen am Rollator sind und um kompliziertes, wie unbegreifbare Krankheiten, wie Demenz, Schlaganfall, Schwerhörigkeit und Parkinson. Die Vorfreude war gemischt mit einer Prise Unsicherheit. Was, wenn wir die Namen der PatientInnen vergessen? Ursula Bühler sagt aber, Ehrlichkeit ist immer das Beste. Vermutlich geht es den PatientInnen auch nicht anders als uns. Vergesslichkeit ist auf dieser Station ganz normal.

Am Samstag, den 2.12. geht es also los. Wir haben Plätzchen und Dekoration dabei. Außerdem kommen SängerInnen aus de ESG-Chor. Eine Gitarre, Liederhefte, Punsch und Kaffee werden vom diako gestellt. Nachdem die PatientInnen aus ihren Zimmern gekommen sind, geht es los. Wir singen das ganze Liederheft durch. Zwischendurch gibt es Geschichten. Wir bemerken im kleinen Besuchsraum, dass uns das Singen auch sehr gut tut. Eine Bewohnerin bedankt sich:  Der Tag wäre durch die Musik von einem schrecklichen zu einem schönen geworden. Wir freuen uns mit ihr!

Zum Schluss singen wir noch einmal für diejenigen auf dem Gang, die nicht aus den Betten kommen können. Die Türen stehen offen. Eine Patientin zieht mit uns im Rollstuhl den Gang entlang.

Erschöpft und erfüllt packen wir danach wieder unsere Sachen. Es war ein guter Nachmittag.

Besuchsprojekt

Studierende der Uni Augsburg und der Hochschule gehen ins diako – Die Stadtklinik, besuchen Menschen, die im Alter krank geworden sind und bringen ihnen ein Stück lebendige Normalität mit.

Das Programm ist:

2.12.17 Adventsliedersingen mit dem ESG-Chor

16.12.17 Kreative Weihnachtsvorbereitungen und Waffeln Backen

13.1.18 Vorlesen und Witze erzählen

27.1.18 Gitarrenmusik für die Seele