Semesterprogramm

Hier findest Du das Semesterprogramm Wintersemester 2020/21 zum download: SemesterprogrammWS20-21

Aktuelle Termine auf: https://www.evangelische-termine.de/kalender

Wiesenfreunde

In den letzten dreißig Jahren ist die Gesamtmasse der Insekten bei uns um 75 Prozent zurückgegangen.  Betroffen sind nicht nur die Honigbienen, sondern vor allem Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, Heuschrecken, Käfer und sogar Stubenfliegen. Über 50 Prozent der heimischen Bienenarten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Da Insekten am Anfang der Nahrungskette stehen, bedeutet ihr Verschwinden auch eine Katastrophe für die Vögel.

Wir alle sind auf die Bienen angewiesen. Durch ihre Bestäubungsleistung sichern sie bis zu 90 Prozent der weltweiten Lebensmittelproduktion.  

Die Ursachen des Insektensterbens sind vielschichtig: die großflächige Zerstörung von Lebensräumen durch Bodenversiegelung und landwirtschaftliche Monokulturen, der massive Einsatz von Ackergiften und Düngemitteln, aber auch der Klimawandel und die Jahr für Jahr zunehmende nächtliche Beleuchtung. Auch die Städte werden immer dichter bebaut.  Pflaster und kurz gehaltener Rasen bieten keine Lebensräume. Doch gerade auf öffentlichen Grünflächen und in den Gärten können wir sofort handeln, indem wir blühende Wiesen anlegen, Brachflächen offen lassen und Totholz nicht gleich entsorgen. 

Die Evangelische Studentengemeinde und die Kirchengemeinde Paul-Gerhardt handeln! 

Die ESG legt eine Wildblumenwiese an, die vielen Insektenarten Lebensraum und Nahrungsquellen anbietet. 

  • Nach Abtragen der Grasnarbe wurden mehrere Blühinseln mit heimischen Wildblumen eingesät, die sich von dort aus verbreiten sollen.
  • Die Grassoden wurden zur Anlage eines Hügelbeets für Kürbisse und Gemüse genutzt.
  • An der Mauer wurden Beerensträucher und Kräuter gepflanzt
  • Die Wiese wird im Sommer für etwa 14 Tage durch Schafe beweidet und im Herbst mit der Sense geschnitten. Damit können die Blumen blühen und Samen bilden. 

 Wir wollen nicht nur den Bienen und anderen Insekten Nahrung und Lebensraum bieten, sondern auch einen Ort schaffen, an dem die Menschen im Univiertel gerne verweilen, schauen und sich freuen. Allerdings braucht die Natur Zeit.